Broyebezirk










































Broyebezirk

Broyebezirk

Basisdaten
Staat:

Schweiz

Kanton:

Freiburg (FR)

Hauptort:

Estavayer

BFS-Nummer:
1001

Fläche:
172.63 km²
Einwohner:
32'246[1](31. Dezember 2017)

Bevölkerungsdichte:
187 Einw. pro km²
Website:

Préfecture de la Broye
Karte

Karte von Broyebezirk


Der Broyebezirk (französisch District de la Broye, Freiburger Patois Audio-Datei / Hörbeispielle dichtri de la Brouye?/i) ist einer der sieben Bezirke des Kantons Freiburg in der Schweiz. Der Bezirk wurde durch die kantonale Verfassung, die sich der Kanton Freiburg am 19. März 1848 gegeben hat, gegründet.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geografie


  • 2 Bevölkerung


    • 2.1 Sprachen


    • 2.2 Religionen – Konfessionen




  • 3 Regierung


  • 4 Wirtschaft


  • 5 Geschichte


  • 6 Gemeinden


    • 6.1 Gemeindeveränderungen




  • 7 Literatur


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise





Geografie |


Der Broyebezirk ist eine stark zersplitterte Region, die in der Waadtländische Broye eingebettet ist. Er besteht aus einem Zipfel am Saanebezirk angegliedert und aus drei Exklaven in der Waadt: Estavayer-le-Lac, Surpierre und Vuissens. Tours, eine vierte sehr kleine Exklave, zur Gemeinde Montagny gehörend, kommt noch hinzu.




  • Höchste Erhebung: Vuissens mit 818 Metern


  • Tiefster Punkt: 430 Meter in Estavayer-le-Lac am Neuenburgersee



Bevölkerung |



Sprachen |


Französisch ist die Hauptsprache in der Broye.




























Sprache Anteil (1990)
Anteil (2000)
Französisch 85,8 % 87,8 %
Deutsch
06,5 %

06,3 %
Italienisch
01,2 %

00,8 %
übrige
06,5 %

05,1 %

Eine sehr kleine Minderheit spricht noch das Patois broyard (broyao). Statistiken der Volkszählung aus dem Jahre 1990 geben 169 Personen an.



Religionen – Konfessionen |























Konfession Anteil (1990)
Anteil (2000)
Römisch-katholisch 80,1 % 69,7 %
Protestantisch 13,7 % 15,3 %
übrige oder ohne Konfession
06,2 %
15,0 %


Regierung |


Estavayer-le-Lac ist Hauptort und Verwaltungssitz des Bezirkes. Im Château de Chenaux befindet sich das Oberamt, das für die Erteilung von Bewilligungen (Bau, Jagd, Fischerei, Veranstaltungen usw.) zuständig ist.



Wirtschaft |


Der Dienstleistungssektor beschäftigt mit einem Anteil von mehr als 40 % die meisten Arbeitnehmer. Mit je ca. 30 % teilen sich die Landwirtschaft und die Industrie (insbesondere Baugewerbe, Tabak, Elektrotechnik und Elektronik) den Rest.



Geschichte |


Ein Einbaum aus der Mittleren Steinzeit (ca. 6'200 v. Chr) gefunden in Estavayer-le-lac, bezeugt die frühe Besiedlung des Gebietes. Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit in Portalban lassen den Schluss zu, dass der Mensch in der Region rasch sesshaft wurde.


Aus der Bronze- und Steinzeit wurden in Cheyres, Font, Estavayer-le-Lac, Autavaux, Gletterens und Portalban Fabrikationszentren für Schmuckgegenständen, Waffen (Äxte, Schwerter), Weberei und Töpferei gefunden.


Keltische und römische Funde sind ebenfalls zahlreich. Der Flurname Broye ist keltisch: Broye = brogia (Landwasser).


Ab 500 nach Chr. wurde die Christianisierung im ganzen Gebiet bemerkbar. Zu den ersten Kirchen gehören zum Beispiel Domdidier, Dompierre-le-Grand, Dompierre-le-Petit und Tours.


Die Lehnsherrschaft breitet sich ab dem Jahr 1000 aus. Es ist der Beginn der Burgenbauten. Mehrere Schlösser und Ruinen zeugen aus dieser Zeit. Nach den Burgunderkriegen nimmt der Einfluss Freiburgs zu. Im Jahre 1536 zerfällt die Broye in mehreren Stücke. Durch die Reformation bilden sich katholische Exklaven inmitten der waadtländischen Broye.


Ab dem 16. Jahrhundert wird das politische Geschehen von einigen sehr mächtigen Familien geleitet (Patriziat). Diese Macht zerfällt durch die französische Invasion Anfang 19. Jahrhundert.


Nach dem Sonderbundskrieg (1847) gibt sich der Kanton Freiburg eine neue Verfassung. Die Broye wird zu einem der sieben Bezirke und ist es in dieser Form bis heute geblieben. Am 19. März 1848 wurde die neue Verfassung des Kantons Freiburg in Kraft gesetzt. Dies ist auch die Geburtsstunde des Broyebezirk.



Gemeinden |


Zum Broyebezirk gehören 19 Gemeinden:
Stand: 1. Januar 2017





















































































































































Wappen
Name der Gemeinde
Einwohner
(31. Dezember 2017)
Fläche
in km² [2]
Einwohner
pro km²

CH Belmont-Broye COA.svg

Belmont-Broye
5425
25,79 210

Châtillon.png

Châtillon (FR)
462
1,30 355

Cheiry.jpg

Cheiry
412
6,45 64

Cheyres-Chables.svg

Cheyres-Châbles
2278
9,74 234

GW-FR-Cugy neu.png

Cugy (FR)
1729
9,88 175

Delley-Portalban-coat of arms.svg

Delley-Portalban
1107
6,90 160

Coats of arms of None.svg

Estavayer
9494
40,13 237

Fétigny coat of arms.svg

Fétigny
1044
4,10 255

Gletterens-coat of arms.svg

Gletterens
1051
2,58 407

GW-FR-Les-Montets.png

Les Montets
1439
10,29 140

Lully-FR-blason.png

Lully (FR)
1161
5,50 211

Ménières-coat of arms.svg

Ménières
415
4,38 95

Montagny-coat of arms.svg

Montagny (FR)
2536
17,54 145

Nuvilly-coat of arms.svg

Nuvilly
424
3,98 107

Prévondavaux-coat of arms.svg

Prévondavaux
70
1,82 38

Saint-Aubin-coat of arms.svg

Saint-Aubin (FR)
1755
7,89 222

Sévaz-coat of arms.svg

Sévaz
293
2,50 117

Surpierre-coat of arms.svg

Surpierre
715
8,35 86

Vallon-coat of arms.svg

Vallon
436
3,51 124
Total (19)
32'246
172,63
187


Gemeindeveränderungen |


Der Kanton Freiburg unterstützt mit Hilfe eines Fonds die Fusionen. Seit 1999 haben diese stark zugenommen.


Gemeindefusionen seit 1831:







































































































Inkrafttreten (Datum) Alte Gemeinden Neue Gemeinde
1831/18531

Mannens + Grandsivaz
Mannens / Mannens-Grandsivaz
1. Januar 1981
La Vounaise + Montborget + Murist

Murist
1. Januar 1991
Les Friques + Saint-Aubin (FR)

Saint-Aubin (FR)
1. Januar 1992
Franex + Murist

Murist
1. September 1994
Chandon + Léchelles

Léchelles
1. Januar 2000
Montagny-la-Ville + Montagny-les-Monts

Montagny (FR)
1. Januar 2004
Mannens-Grandsivaz + Montagny (FR)

Montagny (FR)
1. Januar 2004
Aumont FR + Frasses + Granges-de-Vesin + Montet (Broye)

Les Montets
1. Januar 2005
Delley + Portalban

Delley-Portalban
1. Januar 2005
Chapelle (Broye) + Cheiry

Cheiry
1. Januar 2005
Cugy (FR) + Vesin

Cugy (FR)
1. Januar 2005
Praratoud + Surpierre

Surpierre
1. Januar 2006
Autavaux + Forel (FR) + Montbrelloz

Vernay
1. Januar 2006
Bollion + Lully (FR) + Seiry

Lully (FR)
1. Januar 2012
Estavayer-le-Lac + Font

Estavayer-le-Lac
1. Januar 2016
Domdidier + Dompierre + Léchelles + Russy

Belmont-Broye
1. Januar 2017
Bussy + Estavayer-le-Lac + Morens + Murist + Rueyres-les-Prés + Vernay + Vuissens

Estavayer
1. Januar 2017
Châbles + Cheyres

Cheyres-Châbles
1. Januar 2017
Surpierre + Villeneuve

Surpierre

11831 haben Mannens und Grandsivaz zu Mannens fusioniert. 1853 wurde der Name zu Mannens-Grandsivaz geändert.


Namensänderungen seit 1831:


















Inkrafttreten (Datum) Alter Gemeindename Neuer Gemeindename
1. Januar 1953 Chapelle-près-Surpierre
Chapelle (Broye)
1. Januar 1953 Mannens
Mannens-Grandsivaz



Literatur |



  • Le district de la Broye fribourgeoise a 150 ans (1848–1998), Imprimerie Butty, Estavayer-le-Lac

  • Freiburg ein Kanton und seine Geschichte, 1991



Weblinks |



  • Préfecture de la Broye

  • Infobroye le Portail broyard

  • Marianne Rolle: Broye (Bezirk). In: Historisches Lexikon der Schweiz.



Einzelnachweise |




  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018. 


  2. Arealstatistik Standard – Gemeinden nach vier Hauptbereichen (15.12.2017) des Bundesamts für Statistik BFS


.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}










Popular posts from this blog

Wolfgang Unzicker

Unua mondmilito

Schloss Hohenburg (Lenggries)