Theiß
























































































Theiß
Tisza, Tisa, Тиса (Tyssa), Тиса

Einzugsgebiet der Theiß

Einzugsgebiet der Theiß


Daten
Lage

Ukraine, Rumänien, Slowakei, Ungarn, Serbien

Flusssystem

Donau
Abfluss über

Donau → Schwarzes Meer
Vereinigung
von Schwarzer und Weißer Theiß bei Rachiw (Ukraine)
48° 4′ 29″ N, 24° 14′ 40″ O48.07472222222224.244444444444460


Quellhöhe

460 m

Mündung
Donau bei Stari Slankamen45.13583333333320.27222222222280Koordinaten: 45° 8′ 9″ N, 20° 16′ 20″ O
45° 8′ 9″ N, 20° 16′ 20″ O45.13583333333320.27222222222280


Mündungshöhe

80 m
Höhenunterschied
380 m

Sohlgefälle
0,39 ‰
Länge
966 km[1]

Einzugsgebiet
146.500 km²[1] (nach anderen Quellen 157.100 km²)
Abfluss am Pegel Senta[1]

MQ

810 m³/s


Linke Nebenflüsse

Vișeu, Iza, Szamos, Körös, Mureș, Bega (Begej), Crasna

Rechte Nebenflüsse

Tereswa, Tereblja, Rika, Borschawa, Bodrog, Hornád (auch Hernád), Eger, Zagyva

Großstädte

Szeged

Mittelstädte

Szolnok, Szentes, Senta

Kleinstädte

Csongrád, Tiszafüred, Ada

Die Theiß bei Tiszapüspöki in Ungarn

Die Theiß bei Tiszapüspöki in Ungarn



Theiß bei Tokaj

Theiß bei Tokaj



Zusammenfluss von Schwarzer und Weißer Theiß bei Rachiw

Zusammenfluss von Schwarzer und Weißer Theiß bei Rachiw



Tiszavárkony

Tiszavárkony



Theiß in Szeged

Theiß in Szeged



Mündung in die Donau

Mündung in die Donau




Die Theiß (ungarisch Tisza; serbisch Tisa/Тиса; rumänisch und slowakisch Tisa; ukrainisch Тиса .mw-parser-output .Latn{font-family:"Akzidenz Grotesk","Arial","Avant Garde Gothic","Calibri","Futura","Geneva","Gill Sans","Helvetica","Lucida Grande","Lucida Sans Unicode","Lucida Grande","Stone Sans","Tahoma","Trebuchet","Univers","Verdana"}Tyssa; lateinisch als Grenzfluss Daciens Tissus, Tisia oder Pathissus) ist ein mitteleuropäischer Fluss. Sie ist mit 966 Kilometern der längste Nebenfluss der Donau (nach ihrer Durch- bzw. Abflussmenge mit einem Mittelwert von 813 m³/s nach der Save, aber vor Inn und Drau, der zweit-wasserreichste), außerdem der zweitgrößte Fluss Ungarns und Serbiens. Zudem war die Theiß Ende des 19. Jahrhunderts der fischreichste Fluss Europas.[2] Nach ihr ist die endneolithische Theiß-Kultur benannt.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Flussverlauf


    • 1.1 Theiß-See




  • 2 Städte an der Theiß


    • 2.1 Rumänien


    • 2.2 Ukraine


    • 2.3 Slowakei


    • 2.4 Ungarn


    • 2.5 Serbien




  • 3 Trivia


  • 4 Literatur


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Flussverlauf |


Die Theiß entsteht in den Waldkarpaten aus der Vereinigung der Schwarzen (rechts) und Weißen Theiß (links) etwa 4 Kilometer nördlich der Stadt Rachiw in der Ukraine. Südlich des Quellgebietes in der heutigen Ukraine trennt sie den rumänischen Kreis Maramureș von der ukrainischen Oblast Transkarpatien. Anfangs fließt die Theiß südlich durch enge Gebirgstäler und wendet sich nach Aufnahme der Vișeu, der Iza, der Tereswa, Tereblja und Rika west- und nordwestwärts über Sighetu Marmației nach Chust. Nachdem sie rechts die Borschawa, links den Túr und den Somesch aufgenommen hat, fließt sie von Tschop über Tokaj bis Szolnok gegen Südwesten.




Mündung der Mieresch (rechts) in die Theiß bei Szeged


Dort wendet sie sich südwärts. Sie durchfließt Csongrád und später Szeged, wo der aus Siebenbürgen kommende Mieresch in die Theiß mündet. Danach fließt sie weiter südlich nach Serbien, wo sie in der heutigen Vojvodina den Grenzfluss zwischen den historischen Regionen Banat und Batschka bildet. Sie verläuft dort in einer durchschnittlichen Entfernung von 90 km parallel zur Donau, in die sie schließlich unterhalb von Novi Sad mündet.


Während die Theiß im Oberlauf bei hoher Fließgeschwindigkeit eine gute Wasserqualität aufweist, wird sie in der Ebene zunehmend schlammig. Die Ufer sind meist flach und infolge der häufigen Überschwemmungen sumpfig. Ihre Breite beträgt in Serbien 160 bis 320 m. Schiffbar wird sie bei Sighetu Marmației, für größere Fahrzeuge an der Hernádmündung, für Dampfboote, die früher bis Tokaj verkehrten, erst bei Szolnok, von wo an sie ebenso große Lasten wie die Donau trägt. Der Bácser Kanal (auch Franzenskanal genannt) verbindet sie mit der Donau, der Begakanal mit dem Temesch.


Seit längerer Zeit hat man neben der Theißregulierung auch die Trockenlegung der Ufermoräste und die Sicherung des Ufergebiets vor Überschwemmung begonnen, durch die unvollständige Durchführung aber anderseits die tieferen Gegenden geschädigt. Der Lauf der Theiß beträgt mit den Krümmungen 966 km, der direkte Abstand von der Quelle nur 467 km. Ursprünglich betrug ihre Länge 1429 km, durch Flussbegradigungen vor allem im 19. Jahrhundert wurde sie auf ihren heutigen Wert verkürzt. Ihr Einzugsgebiet umfasst 146.500 km². Der Lauf ist wegen des sehr geringen Gefälles ziemlich träge; von Namény bis zur Mündung sinkt der Wasserspiegel nur um 40 m. Überschwemmungen der doppelt so schnellen Donau stauen die Theiß weit aufwärts.


Im Jahre 2000 war der Fluss durch den Baia-Mare-Dammbruch durch Zyanid verseucht.



Theiß-See |



1970 wurde die Theiß mitten in der Puszta-Ebene angestaut. Dadurch entstand der künstliche Theiß-See. An seinen Ufern liegen die Orte Abádszalók, Karcag, Tiszanána, Beregfürdő, Tiszacsege, Tiszafüred, Tiszaújváros und Tiszaval. Die Tiefe des Sees beträgt nur ca. 2,5 Meter, die Fläche 127 km².



Städte an der Theiß |



Rumänien |



  • Sighetu Marmației

  • Bocicoiu Mare



Ukraine |



  • Rachiw

  • Welykyj Bytschkiw

  • Tschop



Slowakei |


  • Čierna nad Tisou


Ungarn |



  • Záhony

  • Tokaj

  • Tiszafüred

  • Kisköre

  • Szolnok

  • Csongrád

  • Szentes

  • Szeged



Serbien |



  • Kanjiža

  • Novi Kneževac

  • Senta

  • Padej

  • Ada

  • Mol

  • Bečej

  • Novi Bečej

  • Taraš

  • Titel



Trivia |


Der am 7. Februar 1994 entdeckte Hauptgürtelasteroid (13121) Tisza wurde nach dem Fluss benannt.



Literatur |



  • H. Overmars: Die Theiss-Überschwemmungen : Vorschläge zu deren Abwendung, Budapest : Grill, 1879.

  • Johann Stefanovíc von Vilovo: Die Felsengen des Kazan und die Donau- und Theiss-Regulirung, Wien [u. a.] : Hartleben, 1879.

  • Karl Hieronymi: Die Theissregulirung, Budapest : Kilian, 1888.

  • Josef Mailáth (Hrsg.): Die Monographie der Bodrogközer Theißregulirungs-Genossenschaft : 1846–1896 (Bodrogközi Tiszaszabályozó Társulat:), Budapest : Hornyánßky, 1897.


  • Theiß. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 15, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 631.



Weblinks |



 Commons: Theiß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Karte des Oberlaufs

  • Zusammenfluss von Schwarzer und Weißer Theiß bei Rachiw, Ukraine

  • Ungarn-Tourismus: Informationen über den Theiß-See


  • Die Entsumpfung der Niederungen der Theiss und des Banats , 1874 , E-Book der Universitätsbibliothek Wien (eBooks on Demand)



Einzelnachweise |




  1. abc Artikel Theiß in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D110749~2a%3DThei%C3%9F~2b%3DThei%C3%9F


  2. Meyers 1888, s. u., Lit.









Popular posts from this blog

Wolfgang Unzicker

Unua mondmilito

Schloss Hohenburg (Lenggries)