Friedhelm Funkel
| Friedhelm Funkel | ||
Friedhelm Funkel (2016) | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
Geburtstag | 10. Dezember 1953 | |
Geburtsort | Neuss, Deutschland | |
Größe | 181 cm | |
Position | Mittelfeld | |
| Junioren | ||
Jahre | Station | |
| 1964–1973 | VfR Neuss | |
| Herren | ||
Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
0000–1973[1] | VfR Neuss | 28 (15) |
| 1973–1980 | FC Bayer 05 Uerdingen | 216 (85) |
| 1980–1983 | 1. FC Kaiserslautern | 66 (24) |
| 1983–1990 | FC Bayer 05 Uerdingen | 189 (40) |
| Nationalmannschaft | ||
Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1981 | Deutschland B | 4 0(1) |
| Stationen als Trainer | ||
Jahre | Station | |
| 1989–1990 | VfR Neuss | |
| 1990–1991 | FC Bayer 05 Uerdingen (Co-Trainer) | |
| 1991–1996 | FC Bayer 05 Uerdingen / KFC Uerdingen | |
| 1996–2000 | MSV Duisburg | |
| 2000–2001 | Hansa Rostock | |
| 2002–2003 | 1. FC Köln | |
| 2004–2009 | Eintracht Frankfurt | |
| 2009–2010 | Hertha BSC | |
| 2010–2011 | VfL Bochum | |
| 2011–2012 | Alemannia Aachen | |
| 2013–2014 | TSV 1860 München | |
| 2016– | Fortuna Düsseldorf | |
1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Friedhelm Funkel (* 10. Dezember 1953 in Neuss) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.
Inhaltsverzeichnis
1 Spielerkarriere
1.1 Erfolge als Spieler
1.1.1 National
1.1.2 International
2 Trainerkarriere
2.1 Erfolge als Trainer
2.1.1 Rekord-Aufstiegstrainer (6×)
2.1.2 DFB-Pokal-Finalist (2×)
3 Privates
4 Weblinks
5 Fußnoten und Einzelnachweise
Spielerkarriere |
Nach einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann begann Funkel seine Spielerlaufbahn beim Krefelder Verein Bayer 05 Uerdingen (heute KFC Uerdingen 05). Zwischen 1980 und 1983 spielte der torgefährliche Mittelfeldspieler beim 1. FC Kaiserslautern, bevor er anschließend wieder nach Krefeld zurück wechselte. Sein größter Erfolg als Spieler war der Gewinn des DFB-Pokals 1985 mit dem FC Bayer 05 Uerdingen durch einen 2:1-Sieg über den FC Bayern München.
Nach 320 Bundesligaspielen, in denen er 83 Tore erzielte, beendete er 1990 in Uerdingen seine Karriere. Seine 254 Spiele und 59 Tore für Bayer Uerdingen bedeuten bis heute Bundesligarekord für die Krefelder. Außerdem absolvierte er für Uerdingen 1974/75 und 1976–1979 in der 2. Bundesliga Nord 152 Spiele und erzielte dabei 66 Tore.
Zwischen dem 31. März (1:0 gegen die Sowjetunion in Kassel) und dem 22. September 1981 (1:0 gegen Luxemburg in Luxemburg) bestritt er vier Länderspiele für die B-Nationalmannschaft, wobei er am 21. Mai in Bremen beim 3:0-Sieg gegen die A-Auswahl Irlands sein einziges Länderspieltor erzielte.
Erfolge als Spieler |
National |
Aufstieg in die Bundesliga 1975 und 1979 mit Bayer 05 Uerdingen
Deutscher Pokalsieger (1): 1985 mit dem FC Bayer 05 Uerdingen
- Finalist (1): 1981 mit dem 1. FC Kaiserslautern
- Finalist (1): 1981 mit dem 1. FC Kaiserslautern
DFB-Hallenpokalsieger (1): 1988 mit dem FC Bayer 05 Uerdingen
International |
Intertotocupsieger (1): 1988 mit dem FC Bayer 05 Uerdingen
Europapokal-der-Pokalsieger-Halbfinalist (1): 1986 mit dem FC Bayer 05 Uerdingen
UEFA-Pokal-Halbfinalist (1): 1982 mit dem 1. FC Kaiserslautern
Trainerkarriere |
Als Spieler trainierte Funkel in der Saison 1989/90 nebenher seinen Heimatverein VfR Neuss in der Landesliga. Zum Ende der Saison 1990/1991 übernahm er für die zwei restlichen Saisonspiele den Cheftrainerposten beim Bundesligisten Uerdingen.[2][3] Mit den Krefeldern stieg er 1991, 1993 und 1996 in die 2. Bundesliga ab, zweimal gelang ihm mit seinen Mannschaften der sofortige Wiederaufstieg (1992, 1994). Nach dem Abstieg 1996 wechselte er zum Zweitligisten MSV Duisburg.
Am 8. April 1996 begann er seine Arbeit in Duisburg als Nachfolger von Hannes Bongartz.[4] Kurz darauf stieg Funkel mit dem MSV in die 1. Bundesliga auf, wo er drei Mal hintereinander den Klassenerhalt (mit einstelligen Tabellenplätzen) mit seinen Spielern erreichte. 1998 zog seine Mannschaft ins Finale des DFB-Pokals ein, welches mit 1:2 gegen den FC Bayern München verloren wurde. Die Saison 1999/2000 verlief nicht zufriedenstellend; als seine Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz stand, wurde er am 24. März 2000 beurlaubt.
Am 19. September 2000 übernahm Funkel den damaligen Bundesligisten Hansa Rostock auf einem Abstiegsplatz. Der von ihm trainierte Mannschaft gelang es drei Spieltage vor Saisonende, die Klasse zu halten. Zur Saison 2001/02 wurde sein jüngerer Bruder Wolfgang Funkel als Assistenztrainer eingestellt, nach einigen schwachen Partien am 1. Dezember 2001 wieder freigestellt.
Am 14. Februar 2002 wurde Friedhelm Funkel Trainer beim Erstligisten 1. FC Köln. Trotz einer guten Bilanz (keine Heimniederlage) konnte Friedhelm Funkel die Kölner nicht vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga retten. In der Saison 2002/03 gelang der sofortige Wiederaufstieg. Wegen schwacher Leistungen trat Funkel am 30. Oktober 2003 von seiner Funktion als Cheftrainer in Köln zurück.
Zu Beginn der Saison 2004/2005 übernahm Funkel die Mannschaft von Eintracht Frankfurt in der 2. Bundesliga; 2005 gelang ihm mit einer jungen Mannschaft der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Saison endete auf Platz 14 der 1. Bundesliga. Eintracht Frankfurt zog ins Finale des DFB-Pokals ein, das sie gegen Bayern München mit 0:1 verlor.[5] Für Funkel war dieses Spiel nach 1998 (mit dem MSV Duisburg) das zweite Finale in seiner Karriere als Trainer, auch damals hieß der Gegner Bayern München. Da sich die Bayern als Deutscher Meister direkt für die Champions-League qualifizierten, starteten die Frankfurter in der Saison 2006/07 im UEFA-Cup. Trotz guter Leistungen überstanden sie die Gruppenphase nicht. 2006/2007 gelang erneut der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga (Platz 14) und der Halbfinaleinzug im DFB-Pokal. Die Saison 2007/2008 endete mit Platz 9 und war damit die bisher erfolgreichste Platzierung für den Trainer Funkel in seiner Karriere.
Nachdem in der Schlussphase der Bundesliga-Saison 2008/09 aufgrund des sportlich unbefriedigenden Verlaufs der Rückrunde von Teilen der Öffentlichkeit wiederholt Kritik an Funkels Arbeit geleistet wurde und Zuschauer bei Heimspielen verbal dessen Entlassung gefordert hatten, bat Funkel vor dem letzten Saisonspiel die Vereinsführung um eine vorzeitige Beendigung des eigentlich bis zum 30. Juni 2010 befristeten Vertrags. Der Verein entsprach der Bitte Funkels.[6]
Am 3. Oktober 2009 wurde Funkel Trainer bei Hertha BSC. Er folgte damit dem kurz zuvor freigestellten Lucien Favre nach.[7] Im Mai 2010 gab der als Tabellenletzter abgestiegene Verein[8] bekannt, dass Funkels zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert werde.[9]
Zur Saison 2010/11 wurde Funkel Trainer des Bundesligaabsteigers VfL Bochum.[10] Die Mannschaft erreichte unter Funkel den dritten Tabellenplatz und somit die Relegationsspiele zur 1. Bundesliga, in denen man an Borussia Mönchengladbach scheiterte. Funkel wurde am 14. September 2011 im laufenden Spieljahr beurlaubt. Vier Pflichtspiele in Folge wurden verloren und Bochum stand nach sieben Spieltagen auf Rang 17 der Tabelle.[11]
Fünf Tage nach seiner Freistellung beim VfL Bochum übernahm Funkel am 19. September 2011 bei Alemannia Aachen die Funktion des Cheftrainers und erhielt einen bis 2013 laufenden Vertrag.[12] Nach fünf Niederlagen in Folge und dem Rückfall auf einen direkten Abstiegsplatz beurlaubte der Verein Funkel am 1. April 2012.[13]
Funkel hatte bis zum Mai 2011 mehr als 1100 Einsätze als Spieler sowie Trainer in der Ersten und Zweiten Bundesliga. Er ist damit Rekordhalter im deutschen Profifußball.[14]
Ab September 2013 war Funkel Trainer des TSV 1860 München.[15] Nachdem der Verein und Funkel im März 2014 die Trennung zum Saisonende bekanntgegeben hatten,[16] wurde Funkel Anfang April nach einer 0:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC vorzeitig freigestellt.[17] Seine Nachfolge trat Markus von Ahlen an.
Seit Mitte März 2016 ist Funkel als Nachfolger von Marco Kurz Cheftrainer des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf.[18] Am 28. April 2018 schaffte er mit den Düsseldorfern den Aufstieg in die erste Bundesliga. In der Winterpause der Spielzeit 2018/19 lehnte Funkel es ab, erst über eine eventuelle Vertragsverlängerung nach Saisonende zu verhandeln und gab bekannt, im Anschluss daran nicht mehr als Cheftrainer für die Fortuna aktiv sein zu wollen.[19] Am 15. Januar 2019 gab der Verein dann bekannt, Funkels Vertrag bis Juni 2020 zu verlängern, sollte die Mannschaft den Klassenerhalt erreichen.[20]
Friedhelm Funkel (2012)
Erfolge als Trainer |
Friedhelm Funkel stieg als Trainer insgesamt sechsmal mit einer Zweitligamannschaft in die 1. Bundesliga auf. Er ist in dieser Hinsicht der erfolgreichste Zweitligatrainer seit Einführung der 2. Fußball-Bundesliga 1974.
Rekord-Aufstiegstrainer (6×) |
1992 mit KFC Uerdingen 05
1994 mit KFC Uerdingen 05
1996 mit dem MSV Duisburg
2003 mit 1. FC Köln
2005 mit Eintracht Frankfurt[21]
2018 mit Fortuna Düsseldorf
DFB-Pokal-Finalist (2×) |
1998 mit dem MSV Duisburg
2006 mit Eintracht Frankfurt
Privates |
Funkel ist aktives Mitglied im Grenadierzug Bommelante des Neusser Bürger-Schützenfests.[22] Er hat zwei Töchter und lebt mit seiner Ehefrau in Krefeld. Sein Bruder Wolfgang Funkel ist ebenfalls Fußballtrainer.
Weblinks |
Friedhelm Funkel in der Datenbank von weltfussball.de
Fußnoten und Einzelnachweise |
↑ Einsatzdaten nur von der Spielzeit 1972/73
↑ 18 Jahre Profitrainer – eine Chronik Von Neuss bis Frankfurt am Main bei tagesspiegel.de
↑ Trainerhistorie bei Neuss
↑ www.transfermarkt.de
↑ www.transfermarkt.de
↑ Friedhelm Funkel verlässt die Eintracht (Memento vom 8. April 2014 im Internet Archive)
↑ Friedhelm Funkel wird neuer Hertha-Trainer
↑ Hertha BSC steigt aus der Bundesliga ab
↑ Ohne Funkel in die neue Saison (Memento vom 14. Mai 2010 im Internet Archive)
↑ Funkel neuer Bochum-Coach (Memento des Originals vom 24. Mai 2010 im Internet Archive)
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sport1.de, abgerufen am 21. Mai 2010
↑ goal.com
↑ Friedhelm Funkel neuer Chefcoach der Alemannia – Vertrag bis 2013
↑ Funkel beurlaubt, Aussem übernimmt
↑ wz-newsline.de
↑ 2. Fußball-Bundesliga: 1860 München bestätigt Funkel als neuen Trainer
↑ Friedhelm Funkel und die Löwen gehen getrennte Wege (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive)
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tsv1860.de
↑ 1860 stellt Cheftrainer Funkel frei (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive)
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tsv1860.de
↑ Friedhelm Funkel neuer Cheftrainer auf f95.de vom 14. März 2016, abgerufen am 14. März 2016
↑ Keine Einigung auf eine Vertragsverlängerung im Trainingslager, f95.de, abgerufen am 12. Januar 2019
↑ Fortuna und Friedhelm Funkel einigen sich auf Vertragsverlängerung, f95.de, abgerufen am 16. Januar 2019
↑ http://www.rp-online.de/sport/fussball/friedhelm-funkel-rekord-aufstiegstrainer-aus-neuss-bid-1.570593
↑ az-web.de
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Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Funkel, Friedhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 10. Dezember 1953 |
| GEBURTSORT | Neuss |