Christus in der Rast
Christus in der Rast (auch: Christus auf der Rast) ist in der christlichen Kunst eine Darstellungsform des Ecce homo, bei der Christus sitzend (oft als Klagegeste einen Arm auf dem Oberschenkel aufstützend) dargestellt wird.
Seinen Ursprung hat diese Darstellungsform am Ende des 14. Jahrhunderts, als früheste bekannte Darstellung gilt eine Hans Witten zugeschriebene Plastik im Braunschweiger Dom aus dieser Zeit.[1] Das typologische Vorbild ist die Darstellung des trauernden Ijob, der sein Schicksal beklagt.[2]
Das Motiv des Christus in der Rast findet überwiegend in der Plastik Verwendung, Darstellungen auf Gemälden sind vergleichsweise selten.
Das Patrozinium tragen die Kirchen „Herrgottsruh“.
Galerie |
Christus in der Rast; Marienkirchlein Strausberg, Landkreis Märkisch-Oderland; frühes 16. Jahrhundert; heute ausgestellt im Märkischen Museum Berlin

Hans Leinberger: Christus in der Rast

Aufsatzfigur eines Bildstockes
Breslau (Wrocław), Adalbertkirche (Breslau)
Christus in der Rast; Gemälde eines unbekannten Künstlers in der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz Mindelaltheim

Max Faller, Ewig-Licht-Ampel in der Kirche des Caritas-Altenheims St. Korbinian, Baldham
Weblinks |
Einzelnachweise |
↑ Abbildung
↑ Maria Baumann: Christus: das Bild des unsichtbaren Gottes. Ausstellung anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg 1854-2004. Schnell + Steiner, 2004. ISBN 379541671X. S. 76.