Carillon






Carillon in der Turmlaterne von Sint Janstoren in Gouda (Niederlande)




Modernes Carillon-Manual in der Mariahilfkirche (München)




Carilloneur Brian Swager am Spieltisch des historischen Carillons von Amédée Bollée in der Kathedrale von Perpignan


Ein Carillon (/kaʁi'jɔ̃/) ist ein spielbares, großes Glockenspiel, das sich typischerweise in einem Turm oder einem eigens errichteten Bauwerk befindet. Es besteht aus chromatisch oder diatonisch gestimmten Kirchenglocken, die mittels einer Klaviatur durch einen Spieler (Carilloneur, früher auch Glockenist)[1] oder mechanisch (etwa mittels einer Walze oder durch elektronische Steuerung) gespielt werden können. Die konzertante Spielbarkeit unterscheidet es von der Spieluhr-Form des Glockenspiels, seine Größe und die Art der Glocken vom Orchesterröhrenglockenspiel.


In den Niederlanden gibt es den größten Bestand an Glockenspielen weltweit: insgesamt 806 Glockenspiele (davon 158 Carillons nach WCF-Standard). In Deutschland sind es 43 Carillons.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geschichte


  • 2 Anforderungen


  • 3 Aufbau


  • 4 Spielweise


  • 5 Bekannte Carillon-Komponisten


  • 6 Bekannte Carilloneure


  • 7 Ausgewählte Carillons


    • 7.1 Deutschland


      • 7.1.1 Mobile Carillons in Deutschland




    • 7.2 Schweiz


    • 7.3 Österreich


    • 7.4 Belgien


    • 7.5 Niederlande


    • 7.6 Frankreich


    • 7.7 Übriges Europa


    • 7.8 Andere




  • 8 Verschiedenes


  • 9 Literatur


  • 10 Weblinks


  • 11 Einzelnachweise





Geschichte |


Carillon ist die französische Bezeichnung für ein „Turmglockenspiel“. Der Ausdruck bezeichnet auch das in Kapellen und Orchestern gespielte Metallstabglockenspiel und Musikstücke, die für das Glockenspiel bestimmt sind. Der Name ist von „quatrillionem“ abgeleitet, dem rhythmischen Anschlag von vier Glocken, wie er bereits im 14. Jahrhundert vom Turmwächter angewandt wurde.


Seinen Ursprung hat das Carillon in Belgien, den Niederlanden und Nordfrankreich. Das erste gestimmte Carillon wurde 1652 von Pieter und Francois Hemony gegossen und in Zutphen aufgebaut. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts geriet diese Kunst in Vergessenheit. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts kam das Carillon, besonders durch den Carillonneur Jef Denyn aus Mechelen in Belgien wieder in Mode.[2]



Anforderungen |




Modernes Carillon-Pedal (Mariahilf, München)


Die World Carillon Federation (WCF) verlangt von einem Carillon, dass es über mindestens 23 Glocken (chromatisch über zwei Oktaven) verfügt und die Glocken direkt von einem Spieltisch mittels Seilzügen angeschlagen werden können. Die nachfolgende Darstellung behandelt insbesondere diese Art von Instrumenten.


Moderne Instrumente sind frei über ein Manual (Keyboard) mit elektrischer Traktur zu spielen. Da die Bezeichnung „Carillon“ nur für Instrumente mit mechanischem Spieltisch verwendet wird, fehlt für Instrumente mit elektrischem Spieltisch eine eigenständige Bezeichnung, da „Glockenspiel“ ein Überbegriff ist, der zum Beispiel auch tragbare und von Hand angeschlagene Instrumente umfasst.


Die Möglichkeit, gespielte Stücke zu speichern und später automatisch wiederzugeben, besteht auch bei einem Teil der Carillons mit mechanischem Spieltisch, und zwar sowohl auf traditionelle Art (zum Beispiel Welte-System) oder mittels Computersteuerung.



Aufbau |




Carilloneur am Spieltisch des Carillons in der Mayo Clinic


Die Klöppel der Glocken oder außerhalb der Glocke angeordnete, federnd gelagerte Hämmer sind mittels Zugdrähten und Kipphebel mit den Tasten des Spieltisches verbunden und werden mechanisch von dem Carilloneur gespielt. Der Spieltisch eines Carillons ist dem einer Orgel ähnlich. Er besteht aus einem Rahmenwerk, in dem die Stöcke für das Manual und die Tasten des Pedals eingebaut sind. Die Stöcke des Manuals sind wie Klaviertasten angeordnet, die Abstände zwischen den einzelnen Stöcken sind jedoch wesentlich größer als bei einem Klavier.



Spielweise |




Mobiles Carillon der Glockengießerei Perner, Passau


Da für das Anschlagen der Glocken eine große Kraft erforderlich ist, wird das Manual eines Carillons normalerweise mit der Faust gespielt, genauer gesagt mit dem mittleren Glied des kleinen Fingers. Die größeren Glocken können zudem nicht nur per Manual, sondern zusätzlich mit den Füßen per Pedal gespielt werden. Bei manchen Carillons können die größten Glocken nur per Pedal gespielt werden.


Aufgrund der Maße der Tasten können pro Hand nur ein bis maximal drei Töne mit Intervallen bis zu einer Quinte gespielt werden. Um beispielsweise zwei Töne gleichzeitig mit einer Hand zu spielen, wird die Hand geöffnet und die Stöcke werden mit Daumen und Zeigefinger heruntergedrückt.


Die Glocken beim Carillon sind nicht mit einer Dämpfung versehen, so dass vor allem die tiefen Glocken sehr lange nachklingen. Somit ist es auch nicht mehr möglich, den Klang einer einmal angeschlagenen Glocke noch zu beeinflussen, bis diese ausgeklungen ist. Des Weiteren klingen die großen Glocken wesentlich lauter und länger als die kleineren Glocken. Zudem ist der Teilton der kleinen Terz deutlich hörbar, was bei lang nachschwingenden Tönen schnell zu Dissonanzen führen kann. Somit erfordert das Carillonspiel eine sehr stark wechselnde Dynamik, die durch die Anschlagstärke der Stöcke reguliert wird, um Dissonanzen zu minimieren.



Bekannte Carillon-Komponisten |



  • Matthias van den Gheyn

  • Johannes Gruytters

  • Staf Nees

  • Leen 't Hart



Bekannte Carilloneure |



  • Jacob van Eyck

  • Hans Uwe Hielscher

  • Thomas Jörg Frank

  • David Kellner

  • Ulrich Leykam

  • Reinhard Raue

  • Wilhelm Ritter

  • Staf Nees

  • Frank Steijns

  • Martin Stephan

  • René Vanstreels




Ausgewählte Carillons |



Deutschland |



























































































































































































































































































































































































Standort
Ort
Zahl der Glocken
Masse aller Glocken
Inbetriebnahme
Gießer

Roter Turm

Halle (Saale)
76
54.980 kg
1993

Schilling, Apolda
Karlsruher Glockengießerei

Carillon im Tiergarten

Berlin
68
48.000 kg
1987

Eijsbouts

Mariahilfkirche[3]

München-Au
65
22.000 kg
2012
Eijsbouts

St. Joseph

Bonn-Beuel
62
10.200 kg
1960

Schilling, Heidelberg

Französischer Dom
Berlin
60
29.000 kg
1987
Feingusswerk Pößneck / Neustadt a.d. Orla

Bartholomäusturm

Erfurt
60
13.600 kg
1979/1992
Schilling, Apolda

Parochialkirche
Berlin
52
8.600 kg
2016

Petit & Fritsen, Eijsbouts

ehemalige St.-Nikolai-Kirche

Hamburg
51
13.000 kg
1993
Eijsbouts

Neubaukirche

Würzburg
51
3.600 kg
2005
Petit & Fritsen

Kieler Kloster

Kiel
50
4.085 kg
1999/2005

A. Bachert, Karlsruhe; Perner, Passau

Carillon im Olympiapark

München
50
3.600 kg
1972 (abgebaut und eingelagert seit 2007)
Eijsbouts

Stiftskirche

Herrenberg
50
2.510 kg
2012
Eijsbouts

Pfarrkirche Unsere Liebe Frau

Eppingen
49
3.983 kg
1986

Karlsruher Glockengießerei

Marktkirche

Wiesbaden
49
11.071 kg
1986
Eijsbouts, (1986),
Gebr. Rincker, Sinn (1962),
Andreas Hamm, Frankenthal (1862)
Krankenhaus Henriettenstiftung

Hannover
49
2.600 kg
1960
Schilling, Heidelberg
Marktturm des Rathauses

Aachen
49
2.500 kg
1979
Eijsbouts

Gustav-Adolf-Stabkirche

Hahnenklee
49
2.000 kg
2002/2005
Schilling, Heidelberg
Perner, Passau

St.-Martins-Kirche

Illertissen
49
1.500 kg
2006
Eijsbouts
Turm des Neuen Rathauses

Chemnitz
48
5.200 kg
1978
Schilling Apolda

alter Rathausturm

Köln
48
12.500 kg
1958
Eijsbouts

Schloss Johannisburg

Aschaffenburg
48
2.100 kg
1969
Eijsbouts

Stadtpfarrkirche

Geisa
48
2.003 kg
2002
Eijsbouts
Protestantische Stiftskirche

Kaiserslautern
47
10.000 kg
2009
Bachert, Karlsruhe

Rathaus

Magdeburg
47
6.000 kg
1974
Schilling, Apolda

Alte Nikolaikirche

Frankfurt am Main
47
3.500 kg
1957/1959/1994
F. W. Schilling, Heidelberg
Eijsbouts

Karlskirche

Kassel
47
2.750 kg
1957/1989
F. W. Schilling, Heidelberg
Karlsruher Glockengießerei

St. Aldegundis

Emmerich
43
7.000 kg
2000
Petit & Fritsen

Christianskirche

Hamburg-Ottensen
42
5.400 kg
1938
Schilling, Apolda

Nikolaikirche
Berlin
41
1.400 kg
1987
Schilling, Guss in Waren

Kornmarktkirche

Mühlhausen
41

1991
Schilling, Apolda

Annakirche

Düren
37
3.500 kg
1964
Petit & Fritsen

Rathausturm

Melle
37
1.767 kg
2010
Eijsbouts

Museum für Zeit – Pfälzisches Turmuhrenmuseum

Rockenhausen
37

2014
Eijsbouts

Altes Schulhaus

Markt Weilbach
39
2.032 kg
2006/2016
Bachert

Rathaus

Gera
37
1.024 kg
1988
Feingusswerk Pößneck / Neustadt an der Orla
Kleine Stiftskirche

Wechselburg
36
980 kg
1988
Pößneck
Fünfgiebelhaus am Universitätsplatz

Rostock
32
500 kg
1986
Schilling; VEB Waren
Kath. Pfarrkirche

Schirgiswalde
29

1991
Schilling, Apolda

Rathaus

Heidelberg
26
800 kg
1961
Schilling, Heidelberg
Carillon am Schlachtermarkt

Schwerin
26
330 kg
1991
Schilling; Waren
Altes Rathaus

Offenburg
25
400 kg
1989
Pößneck
Park Bergfried

Saalfeld
25
8.500 kg
Glocken 1924,
Carillon 1986

Ulrich-AG, Apolda; Schilling, Apolda
Kirche Erscheinung des Herrn

Altenburg
24
300 kg
1982
Schilling, Apolda
Ehrenhain

Potsdam
24
400 kg
1987
Schilling; VEB Waren

St.-Johannis-Kirche[4]

Lößnitz im Erzgebirge
23
2.400 kg
1939
Schilling in Apolda
Stadtpark

Bad Godesberg
23

1979
Eijsbouts ?


Mobile Carillons in Deutschland |



  • Mobiles Carillon von Olaf Sandkuhl in Rostock, 37 Glocken, 2004. Montiert auf LKW mit überdachter Spielkabine.[5]

  • Mobiles Carillon der Glockengießerei Perner, Passau, 49 Glocken, 2012



Schweiz |



  • Carillon der Abtei Saint-Maurice, 49 Glocken, Gewicht insgesamt 14 Tonnen, größtes Instrument der Schweiz, Einweihung: 24. September 2004

  • Carillon der Cathédrale Saint-Pierre in Genf, 37 Glocken

  • Carillon der Kirche Sainte-Croix in Carouge, 36 Glocken

  • Carillon in Zofingen in der Turmstube des Stiftsturmes, 25 Glocken, seit 1985

  • Carillon in Lens (Wallis), Eglise Saint-Pierre-aux-Liens, 24 Glocken

  • Carillon in Pully, Eglise de la Rosiaz, 24 Glocken



Österreich |




Glockenspiel im Stift Heiligenkreuz



  • Glockenspiel am Innsbrucker Dom, 48 Glocken

  • Carillon im Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz (Niederösterreich), 43 Glocken, 1982

  • Glockenspiel in der Neuen Residenz (Salzburg), 35 Glocken, 1702



Belgien |



  • Die zwei Carillons der Kathedrale St. Rombouts, Mechelen
    In Mechelen ist eine renommierte internationale Carillonschule (niederländisch: „beiaardschool“) tätig.[6] Das von dieser Schule ausgehende Programm zur Erhaltung und Weitergabe der Carillon-Kultur wurde 2014 von der UNESCO in ihr Register guter Praxisbeispiele der Erhaltung immateriellen Kulturerbes aufgenommen.[7]


  • Das moderne Carillon der Katholieke Universiteit Leuven, 63 Glocken, in den USA angefertigt

  • Carillon des Belfrieds in Brügge

  • Carillon der Liebfrauenkathedrale, Antwerpen

  • Carillon der Kirche St. Sulpitius, Diest

  • Carillon der St.-Gudula-Kathedrale, Brüssel

  • Carillon in Peer

  • Carillon der St.-Quintinus-Kathedrale in Hasselt (53 Glocken), ab dem Ende des 15. Jahrhunderts[8]

  • Carillon der Liebfrauenbasilika in Tongern, (49 Glocken) Ursprünge ab 1586[9]



Niederlande |



  • Carillon des Westerturms (Westertoren) in Amsterdam, 50 Glocken, von Hemony; Bourdon (Hauptglocke) wiegt 7.500 kg und wurde 1636 gegossen

  • Carillon im „Palast auf dem Dam“, dem ehemaligen Rathaus (17. Jahrhundert, Hemony), Amsterdam

  • Carillon der Alten Kirche (Oude Kerk) in Amsterdam

  • 2 Carillons (35 & 58 Glocken) des Turms der Liebfrauenkirche in Amersfoort

  • Carillon der Sint Catharijnekerk in Brielle; 49 Glocken, einige davon von Hemony gegossen in 1660

  • Carillon der Grote Kerk in Den Haag, 51 Glocken

  • Modernes Carillon der technischen Universität Twente, Enschede

  • Carillon der alten Bavokirche, Haarlem

  • Carillon des Rathauses und der Sint Servaas Basilika (59 Glocken, 1983) in Maastricht

  • Carillon der Stevenskerk in Nijmegen (Nimwegen), 48 Glocken, montags 11 – 12 Uhr

  • Carillon der Basilika St. Plechelmus, Oldenzaal

  • Carillon im Turm des Utrechter Doms, 50 Glocken, 35 davon von Hemony, 1663–1664 gegossen

  • Carillon von St. Martinustoren, Venlo (Limburg), 53 Glocken

  • Carillon des Abteiturms („Lange Jan“) in Middelburg, 48 Glocken, seit 1955, ersetzt das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Carillon von 1715[10]



Frankreich |



  • Glockenspiel der Kunstuhr im Straßburger Münster, 1382

  • Glockenspiel der Kathedrale von Rouen, Normandie, 64 Glocken

  • Glockenspiel im Belfried der Stadt Douai (Frankreich), 62 Glocken, 1954/1974

  • Glockenspiel der Stiftskirche Notre-Dame-en-Vaux in Châlons-en-Champagne (Frankreich), 56 Glocken, 1864

  • Glockenspiel vor der Basilika Sainte-Thérèse in Lisieux, 51 Glocken, 1960er

  • Glockenspiel im Belfried der Stadt Bergues (Frankreich), 50 Glocken. 14. Jhdt., es wurde am 16. September 1944 zerstört und im Jahre 1961 wieder aufgebaut. UNESCO Weltkulturerbe, bekannt durch den Film Willkommen bei den Sch’tis


  • Belfried von Dünkirchen, 50 Glocken, davon 48 Glocken von 1962, 2 weitere zur Vervollständigung der 4 Oktaven und grundlegende Erneuerung der Steuerung 2005, das Vorgänger-Carillon von 1853 ging 1940 nach einem Bombenangriff unter, Wachturm von 1233, der im 15. Jahrhundert zum Glockenturm aufgestockt worden war.



Übriges Europa |



  • Carillons im Kloster von Mafra (Portugal), 98 Glocken (2 × 49), 1730

  • Glockenspiel der Kathedrale von Cobh in Cobh (Irland), 49 Glocken, 1916

  • Glockenspiel im frei stehenden Turm in Løgumkloster (Nordschleswig), 49 Glocken, 1973

  • Carillon in Loughborough (England), 47 Glocken, 1923

  • Glockenspiel der Katharinenkirche in Danzig, 49 Glocken

  • Carillon in Barcelona, 49 Glocken

  • Carillon in Stockholm, St.-Gertrud-Kirche, 37 Glocken, 17. Jh.

  • Glockenspiel in Bozen, Maria Himmelfahrt, 25 Glocken, 2010

  • Glockenspiel in der Festung Špilberk in Brünn, 15 Glocken, 1990

  • Carillon in Tallinn Öigeusu Kirik Pyhän Simeonin Seurakunta, 19. Jh.



Andere |




  • Ann Arbor, USA, Burton Tower: 55 Glocken (43.000 kg), dabei ein Bass-Bourdon von 12.000 kg, John Taylor 1936


  • Bloomfield Township, USA, Apostles' Tower bei Kirk in the Hills: 77 Glocken, Petit & Fritsen, 1960


  • Daejeon, Südkorea, Hyechon College, College Tower: 77 Glocken (ca. 11.000 kg), Petit & Fritsen 2001


  • New York, USA, Riverside Church: 74 Glocken (18.500 kg) 1925–1930, Basisglockenton c

  • Chicago, USA, Rockefeller Chapel's Carillon (Memento vom 8. Juni 2013 im Internet Archive) Universitätskapelle: 72 Glocken (17.300 kg) 1932, Basisglockenton cis


  • Lawrence (Kansas), USA: World War II Memorial Carillon & Campanile. 1950–1951


  • Washington, D.C., USA: Peter-Pauls-Kathedrale: 53 Glocken (10.900 kg) 1963, Basisglockenton es


  • Ottawa, Kanada, Parlament, Friedensturm: 53 Glocken (10.150 kg) 1927, Basisglockenton e


  • Niagara Falls, Kanada, Rainbow Carillon Tower: Bekannt aus dem Film Niagara



Verschiedenes |


  • Im Film Willkommen bei den Sch’tis kommt ein Carillon vor, was dessen Bekanntheit unter anderem in Deutschland steigerte.[11]

  • Ein in Belgien praktiziertes Programm zur Erhaltung und Weitergabe der Carillon-Kultur wurde 2014 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe in das Register guter Praxisbeispiele aufgenommen.[12]


Literatur |



  • Alexander Buchner: Vom Glockenspiel zum Pianola. Artia, Prag 1959

  • Winfred Ellerhorst: Das Glockenspiel. Bärenreiter, Kassel 1939

  • Frank Percival Price: The Carillon. Oxford University Press, London 1933

  • Margarete Schilling: Glocken und Glockenspiele. 2. Auflage. Greifenverlag, Rudolstadt 1985

  • Margarete Schilling: Das Magdeburger Glockenspiel. Rat der Stadt Magdeburg, Magdeburg 1979


  • Eugen Thiele: Das Glockenspiel der Parochialkirche zu Berlin, Berlin 1915 (Nachdruck in: Neue Töne für das alte Berlin: die Parochialkirche und ihr Glockenspiel, Neuauflage der Gedenkschrift von 1915 mit neuem Anhang, Berlin 2012)



Weblinks |



 Commons: Carillon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



  • Weltweite Informationen und Auflistungen der Carillons (en, fr, nl)

  • World Carillon Federation

  • Deutsche Glockenspielvereinigung

  • www.carillon-museum.nl

  • Das Carillon der Stadtpfarrkirche Geisa

  • Das Carillon im Olympiapark München

  • Carillon Marktkirche (Landesdom) Wiesbaden


  • Das Carillon der Henriettenstiftung Hannover


  • Entstehung des Carillons des Marktes Weilbach

  • Karlskirche Kassel

  • Deutschlands einziges transportables Glockenspiel in Rostock

  • Carillon in Würzburg


  • Belgische Glockenspiele mit vielen interessanten Einzelheiten (niederländisch)


  • Liste mit Kurzbeschreibung der belgischen Glockenspiele (niederländisch)


  • Change Ringing? Glocken werden von mehreren Personen per Glockenstrang bewegt


  • Bell Ringing (Wechselläuten)


Carillon Spieler zum Anhören auf you tube



  • The ringing of the Riverside Church carillon in New York

  • Tin-Shi Tam plays Iowa State University's carillon

  • Carillon Berlin-Tiergarten Jeffrey Bossin

  • Glockenspiel Weißer Turm – Pfarrkirche St. Michael in Brixen

  • God save the Queen on Dordrecht carillon

  • Bells of Dom tower in Utrecht

  • Fahrbares Carillon mit Läuteglocken

  • Henk G. van Putten spielt das Carillon in Middelburg (Niederlande)


Automatisch spielende Glockenspiele


  • Bastian Fuchs in Gouda (Niederlande)

  • Die Oude Kerk in Amsterdam spielt ein türkisches Lied (2012)


  • Jedes halbe Jahr wird die Spieltrommel „umgesteckt“. Neues Repertoire. Erklärung durch den Glockenspieler (niederländisch) (Enkhuizen)



Einzelnachweise |




  1. vgl. Abschnitt IV. Die Glockenisten in Eugen Thiele: Das Glockenspiel der Parochialkirche zu Berlin, Berlin 1915; Nachdruck in: Neue Töne für das alte Berlin: die Parochialkirche und ihr Glockenspiel, Neuauflage der Gedenkschrift von 1915 mit neuem Anhang, Berlin 2012, S. 75–84 (S. 65–74 der Originalausgabe)


  2. Carillon History. The Guild of Carillonneurs in North America, archiviert vom Original am 10. August 2015; abgerufen am 29. September 2014 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gcna.org 


  3. [1]@1@2Vorlage:Toter Link/www.muenchner-kirchenradio.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) i Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.


  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 30. September 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirche-loessnitz.de


  5. Mobiles Carillon Rostock


  6. Carillonschule Mechelen (en, nl)


  7. Safeguarding the carillon culture: preservation, transmission, exchange and awareness-raising auf der Website der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe. In: ich.unesco.org. Intangible Heritage Section of UNESCO, abgerufen am 6. Mai 2018 (englisch). 


  8. Beschreibung und Geschichte des Hasselter Glockenspiels auf beiaard.org (Memento des Originals vom 16. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beiaard.org


  9. Kurzgeschichte des Glockenspiels in Tongeren


  10. http://www.zeeuwseankers.nl/nl-NL/verhaal/571/carillon-in-de-lange-jan


  11. Das kuriose Instrument aus den „Sch’tis“. WELT ONLINE, 23. Dezember 2008, abgerufen am 29. Dezember 2008. 


  12. Safeguarding the carillon culture: preservation, transmission, exchange and awareness-raising auf der Website der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe. In: ich.unesco.org. Intangible Heritage Section of UNESCO, abgerufen am 1. Mai 2018 (englisch). 









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