Indischer Ozean






Karte des Indischen Ozeans. Anders als hier dargestellt, wird die Javasee normalerweise nicht zum Indischen Ozean gerechnet.


Der Indische Ozean ist mit 74,9 Millionen km² Fläche (ca. 14,7 % der Erdoberfläche) der drittgrößte Ozean der Erde. Er fasst ein Volumen von ca. 291,9 Mio km³, die maximale Meerestiefe beträgt 8.047 Meter. Der Indische Ozean liegt zum größten Teil auf der Südhalbkugel. Er grenzt an die Kontinente Afrika, Asien und Australien sowie an den Atlantischen Ozean, den Pazifischen Ozean und entlang des südlichen 30°-Breitenkreises an den Antarktischen Ozean.


Die analog zu Atlantik und Pazifik gebildete Kurzbezeichnung Indik (aus lateinisch Oceanus Indicus) wird selten verwendet.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Meeresboden


  • 2 Geographie


    • 2.1 Gliederung


    • 2.2 Anrainerstaaten


      • 2.2.1 Afrika


      • 2.2.2 Asien


      • 2.2.3 Australien


      • 2.2.4 Inselstaaten




    • 2.3 Weitere Inseln und Inselgruppen


    • 2.4 Seehäfen und Hafenstädte am Indischen Ozean


      • 2.4.1 Asien


      • 2.4.2 Australien


      • 2.4.3 Afrika






  • 3 Erdbeben im Indischen Ozean 2004


  • 4 Siehe auch


  • 5 Literatur


  • 6 Weblinks





Meeresboden |


Innerhalb des Indischen Ozeans bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich niedrigere Schwellen und ein hoher, langgestreckter mittelozeanischer Rücken: der Zentralindische Rücken, der sich ungefähr in der Mitte von Nord nach Süd durch den Ozean zieht.


Weiterhin befinden sich im Indischen Ozean auch Tiefseebecken sowie Tiefseerinnen und verschiedene Meerestiefs. Zu den Tiefseerinnen gehört der bis 7455 m tiefe Sundagraben. Das Diamantinatief ist mit 8047 m unter dem Meeresspiegel die tiefste Stelle des Indischen Ozeans.


Drei Kontinentalplatten haben einen größeren Anteil am Meeresboden des Indischen Ozeans: die Afrikanische Platte im Westen, die Australische Platte im Osten und die Antarktische Platte im Süden. Dazu kommen im Norden Teile der Arabischen Platte, der Indischen Platte und der Eurasischen Platte (siehe dazu die Karte bei Plattentektonik).



Geographie |



Gliederung |


Zu den Randmeeren, Golfen und Meerengen des Indischen Ozeans zählen (im Uhrzeigersinn von Westen über Norden nach Osten und Südosten):























































































Bezeichnung
Fläche
in km²
Durchschnittstiefe
in m
Bemerkungen

Straße von Mosambik



Arabisches Meer

000000003862000.00000000003.862.000


Golf von Aden

000000000530000.0000000000530.000

Teil des Arabischen Meeres

Bab al-Mandab


Meerenge zwischen Golf von Aden und Rotem Meer

Rotes Meer

000000000438000.0000000000438.000

000000000000538.0000000000538

Golf von Oman

000000000181000.0000000000181.000

Teil des Arabischen Meeres

Straße von Hormus


Meerenge zwischen Golf von Oman und Persischem Golf

Persischer Golf

000000000235000.0000000000235.000


Lakkadivensee

000000000786000.0000000000786.000

000000000001929.00000000001.929
mit Golf von Mannar und Palkstraße zwischen Indien und Sri Lanka

Golf von Bengalen

000000002171000.00000000002.171.000

000000000002600.00000000002.600

Andamanensee

000000000797700.0000000000797.700

000000000000870.0000000000870

Straße von Malakka


Verbindung zum Südchinesischen Meer

Timorsee

000000000061500.000000000061.500

nördlich von Australien

Große Australische Bucht

000000000484000.0000000000484.000

südlich von Australien


Anrainerstaaten |



Afrika |


Vom Süden nach Norden sind das:


Südafrika, Mosambik, Tansania, Kenia, Somalia, Dschibuti, Eritrea, Sudan und Ägypten.


(Die drei letzteren Staaten sind indirekt über das Rote Meer als Randmeer des Indischen Ozeans mit diesem Ozean verbunden.)



Asien |


Im Uhrzeigersinn von Westen über Norden nach Osten und Südosten:


Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait, Irak, Iran, Pakistan, Indien, Bangladesch, Myanmar, Thailand, Malaysia, Indonesien und Osttimor.


Israel und Jordanien liegen jeweils mit einem kleinen Küstenabschnitt am Golf von Akaba und sind indirekt über das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbunden. Sie können deshalb ebenfalls zu den Anrainerstaaten gerechnet werden.



Australien |


Australien



Inselstaaten |




Topographisch-bathymetrische Karte




Meeresströmungen im Indischen Ozean


Innerhalb des Indischen Ozeans liegen die politisch eigenständigen Inselstaaten Indonesien, Madagaskar und Sri Lanka. Eigenständige Inselgruppen sind die Komoren (mit dem französischen Überseedepartement Mayotte), die Seychellen, und die Malediven. Zum Inselstaat Mauritius gehören neben der Hauptinsel, der Insel Rodrigues und den beiden Agalega-Inseln weitere, jedoch unbewohnte Inseln wie die Cargados-Carajos-Inseln. Die Inselgruppe der Maskarenen umfasst die meisten Inseln von Mauritius (nicht die Agalegas) sowie das französische Überseedepartement La Réunion.



Weitere Inseln und Inselgruppen |


Die Inselgruppe Sokotra gehört zur Republik Jemen. Das Sansibar-Archipel gehört zu Tansania. Das indische Unionsterritorium Andamanen und Nikobaren bilden die gleichnamigen Inselgruppen Andamanen und Nikobaren. Die Inselgruppen Lakkadiven und Amindiven sowie die Insel Minicoy bilden zusammen das indische Unionsterritorium Lakshadweep.


Der Chagos-Archipel mit der Hauptinsel Diego Garcia ist das letzte britische Territorium im Indischen Ozean. Die Insel Ko Phuket gehört zu Thailand.


Zu Australien gehören die Weihnachtsinsel, die Kokosinseln, Heard und die McDonaldinseln und die Ashmore- und Cartier-Inseln.


Weitere zum Indischen Ozean gehörende Inseln sind die zu den Französischen Süd- und Antarktisgebieten zählenden Kerguelen sowie ganz im Westen die südafrikanischen Prinz-Edward-Inseln.




Umweltpolitik in den Küstenstaaten des Indischen Ozeans beeinflusst die Ökologie des Meeres. Umweltpolitik hat in vielen Anrainerstaaten keine hohe Priorität. An diesem Strand im tansanischen Daressalam wird angespülter und liegengebliebener Müll nicht entsorgt.



Seehäfen und Hafenstädte am Indischen Ozean |



Asien |




  • Aden (Jemen)


  • Bandar Abbas (Iran)


  • Chennai (Indien)


  • Colombo (Sri Lanka)


  • Kalkutta (Indien)


  • Karatschi (Pakistan)


  • Mangalore (Indien)


  • Mumbai (Indien)


  • Rangun (Myanmar)


  • Salala (Oman)


  • Visakhapatnam (Indien)



Australien |



  • Adelaide

  • Melbourne

  • Perth



Afrika |




  • Assab (Eritrea)


  • Beira (Mosambik)


  • Berbera (Somalia)


  • Bur Sudan (Sudan)


  • Daressalam (Tansania)


  • Dschibuti (Stadt) (Dschibuti)


  • Boosaaso (Somalia)


  • Durban (Südafrika)


  • East London (Südafrika)


  • Hurghada (Ägypten)


  • Kismaayo (Somalia)


  • Maputo (Mosambik)


  • Massaua (Eritrea)


  • Merka (Somalia)


  • Mogadischu (Somalia)


  • Mombasa (Kenia)


  • Mossel Bay (Südafrika)


  • Obock (Dschibuti)


  • Pemba (Mosambik)


  • Port Elizabeth (Südafrika)


  • Port of Ngqura (Südafrika)


  • Richards Bay (Südafrika)


  • Safaga (Ägypten)


  • Sansibar-Stadt (Tansania)


  • Sues (Ägypten)


  • Tadjoura (Dschibuti)


  • Tanga (Tansania)



Erdbeben im Indischen Ozean 2004 |





Epizentrum des Bebens


Verheerende Auswirkungen hatte ein Erdbeben im Indischen Ozean, das sich am 26. Dezember 2004 ereignete. Es hatte die Stärke von 9,2 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag im Meer, nahe der Nordwestspitze von Sumatra. Der von dem Beben ausgelöste riesige Tsunami verursachte mehr als 300.000 Todesfälle. Hauptsächlich betroffene Länder waren Indonesien, Thailand, Indien und Sri Lanka. Die Wellen erreichten aber sogar noch das 5200 km entfernte Somalia.



Siehe auch |



  • Indienhandel

  • Indischer-Ozean-Dipol

  • Müllstrudel

  • Globales Förderband

  • Piraterie vor der Küste Somalias

  • Owen-Bruchzone



Literatur |



  • Peter Lehr: Region Indischer Ozean – Illusion oder Realität? (Dissertation an der Universität Heidelberg 2004). 


  • Der Indische Ozean in historischer Perspektive. In: Stephan Conermann (Hrsg.): Asien und Afrika: Beiträge des Zentrums für Asiatische und Afrikanische Studien (ZAAS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Band 1. EB-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-930826-44-5 (Beiträge teilweise deutsch und teilweise englisch). 

  • Manfred Leier: Weltatlas der Ozeane. Mit den Tiefenkarten der Weltmeere. Frederking und Thaler, München 2001, ISBN 3-89405-441-7, S. 188–207. 



Weblinks |



 Wiktionary: Indik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


 Commons: Indischer Ozean – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation im Indischen Ozean


  • CIA World Factbook: Indischer Ozean (englisch)

  • Aktuelle Satellitenaufnahmen

  • Universität Bern: Geschichte des Wirtschaftsraumes Indischer Ozean


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-2276Koordinaten: 22° S, 76° O







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