Cordes-sur-Ciel
































































Cordes-sur-Ciel

Wappen von Cordes-sur-Ciel

Cordes-sur-Ciel (Frankreich)


Cordes-sur-Ciel



Region

Okzitanien

Département

Tarn

Arrondissement

Albi

Kanton

Carmaux-2 Vallée du Cérou

Gemeindeverband

Cordais et Causse

Koordinaten

44° 4′ N, 1° 57′ O44.0636111111111.9527777777778Koordinaten: 44° 4′ N, 1° 57′ O

Höhe
159–320 m
Fläche
8,27 km2

Einwohner
909 (1. Januar 2016)

Bevölkerungsdichte
110 Einw./km2

Postleitzahl
81170

INSEE-Code

Website

Cordes-sur-Ciel


Cordes-sur-Ciel



Cordes – Blick von der Unterstadt


Cordes-sur-Ciel ist eine südfranzösische Gemeinde mit 909 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Tarn in der Region Okzitanien. Der spektakulär auf einem Hügel liegende Ort hat ein mittelalterliches Erscheinungsbild bewahrt und ist daher ein beliebtes Touristenziel.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Lage


  • 2 Bevölkerungsentwicklung


  • 3 Wirtschaft


  • 4 Geschichte


  • 5 Sehenswürdigkeiten


  • 6 Weblinks


  • 7 Einzelnachweise





Lage |


Cordes liegt auf einer Anhöhe in der Kulturlandschaft des Albigeois ca. 80 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Cahors bzw. ca. 25 km nordwestlich von Albi in einer Höhe von ca. 240 bis 285 m ü. d. M. Auf der Nordseite des Hügels fließt der Cérou, ein Nebenfluss des Aveyron, vorbei.[1] Das Klima ist gemäßigt, Regen fällt ganzjährig.[2]



Bevölkerungsentwicklung |





















Jahr 1800 1851 1901 1954 1999
2014
Einwohner 2.303 2.925 1.798 1.134 996 953

Der kontinuierliche Rückgang der Einwohnerzahlen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen; erst seit den 1980er Jahren ist die Zahl annähernd stabil.



Wirtschaft |


Die Bewohner des Ortes lebten teils als Selbstversorger von der Landwirtschaft; andererseits war Cordes ein wichtiges regionales Markt- und Handelszentrum. Bereits früh entstand am Ufer des Cérou ein Gerberviertel, das jedoch im 19. Jahrhundert weitgehend verschwand. Auch Wein wurde in geringem Umfang angebaut; er wird heute unter den Appellationen Côte du Tarn, Comté Tolosan, Gaillac etc. vermarktet.[3] Inzwischen spielt der Tourismus die wichtigste Rolle im Wirtschaftsleben des Ortes.



Geschichte |


Seit wann und in welchem Umfang die Bergspitze bereits vor der Gründung einer Bastide in der Zeit des Albigenserkreuzzugs (1209–1229) durch Raimund VII., den Grafen von Toulouse, im Jahr 1222 besiedelt war, ist unklar. Der alte Name des Ortes lautete Cordua und ist wahrscheinlich als Hinweis auf die Stadt Córdoba in Al-Andalus zu verstehen; beide Städte waren im Mittelalter bedeutende Stätten der Lederherstellung und -verarbeitung. Gemäß den Bestimmungen des Vertrags von Paris wurde 1229 Jeanne, die einzige Tochter und somit alleinige Erbin des Grafen Raimund VII., mit Alfons von Poitiers, dem Bruder des Königs Ludwigs IX., verlobt; die Ehe wurde 1241 geschlossen, blieb jedoch kinderlos. Nach ihrem Tod (1271) fiel das Erbe, zu welchem auch weite Teile des Albigeois und die Stadt Cordes gehörten, an die französische Krone. Eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte Cordes vom 13. bis zum 16. Jahrhundert; auch die Hugenottenkriege (1562–1598) hatten nur wenig Einfluss auf die Geschicke der damals über 5.000 Einwohner zählenden Stadt. Der Zusatz sur-Ciel wurde im Jahr 1947 durch die Journalistin Jeanne Ramel-Cals erfunden, aber erst 1993 dem Ortsnamen offiziell angefügt.[4]



Sehenswürdigkeiten |


Zahlreiche Einzelbauten von Cordes sind als Monuments historiques anerkannt (siehe: Liste der Monuments historiques in Cordes-sur-Ciel); die wichtigsten sind:



  • die spätmittelalterlichen Stadttore Porte de la Jane, Porte de l’Horloge und Porte des Ormeaux

  • die Handels- und Bürgerhäuser Maison du Grand Fauçonnier, Maison du Grand Veneur, Maison Gaugiran, Maison Gorsse und Maison Fompeyrouse

  • die spätmittelalterliche Markthalle (halle) mit ihrem über 100 m tiefen Brunnen

  • die spätmittelalterliche Kirche Saint-Michel

  • das Musée Arts du Sucre et du Chocolat befindet sich in der 33 Grand Rue Raimond VII[5]


außerhalb

  • Auf dem Weg hinunter ins Tal des Cérou befindet sich die befestigte Mühle Moulin de la Tour.



Weblinks |



 Commons: Cordes-sur-Ciel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


 Wikivoyage: Cordes-sur-Ciel – Reiseführer


Einzelnachweise |




  1. Cordes-sur-Ciel – Karte mit Höhenangaben


  2. Cordes-sur-Ciel – Klimatabellen


  3. Cordes-sur-Ciel – Weinbau


  4. Cordes-sur-Ciel – Geschichte


  5. Cordes-sur-Ciel – Musée Arts du Sucre et du Chocolat


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