Landkreis Ansbach
Wappen | Deutschlandkarte |
---|---|
49.2510.47Koordinaten: 49° 15′ N, 10° 28′ O | |
Basisdaten | |
Bundesland: | Bayern |
Regierungsbezirk: | Mittelfranken |
Verwaltungssitz: | Ansbach |
Fläche: | 1.971,84 km2 |
Einwohner: | 183.256 (31. Dez. 2017)[1] |
Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner je km2 |
Kfz-Kennzeichen: | AN, DKB, FEU, ROT |
Kreisschlüssel: | 09 5 71 |
NUTS: | DE256 |
Kreisgliederung: | 58 Gemeinden |
Adresse der Kreisverwaltung: | Crailsheimstr. 1 91522 Ansbach |
Website: | |
Landrat: | Jürgen Ludwig (CSU) |
Lage des Landkreises Ansbach in Bayern | |
Der Landkreis Ansbach im Regierungsbezirk Mittelfranken ist flächenmäßig der größte Landkreis Bayerns. Die kreisfreie Stadt Ansbach ist ganz vom Landkreis Ansbach umgeben. Der Landkreis ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Lage
1.2 Nachbarkreise
2 Geschichte
2.1 Landgerichte
2.2 Bezirksämter
2.3 Landkreise
2.4 Landkreis Ansbach
2.5 Einwohnerentwicklung
3 Politik
3.1 Landratsamt
3.2 Landräte
3.3 Kreistag
3.4 Bürgerschaftliches Engagement
3.5 Wappen und Flagge
3.5.1 Aktuelles Wappen
3.5.2 Historisches Wappen
3.5.3 Flagge
3.6 Partnerschaften
4 Wirtschaft
5 Kultur und Bildung
5.1 Kultur
5.2 Bildung
5.3 Baudenkmäler
5.3.1 Jüdische Friedhöfe
5.3.2 Steinkreuze
6 Gesundheit
7 Verkehr
7.1 Straßen
7.1.1 Kfz-Kennzeichen
7.2 Bahnlinien
7.3 Flugverkehr
8 Gemeinden
9 Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/72
10 Schutzgebiete
11 Literatur
12 Siehe auch
13 Weblinks
14 Einzelnachweise
Geographie |
Lage |
Die Europäische Wasserscheide trennt von Nordwesten bis Südosten des Landkreises die Wasserläufe zu den großen Flüssen Rhein und Donau. Der tiefste Punkt im Landkreis liegt bei Tauberzell (298 m ü. NN), der höchste Punkt ist der Hesselberg mit 689,4 m ü. NN.
Im Norden wird der Landkreis vom Höhenzug der Frankenhöhe abgegrenzt.
Der Oettinger Forst markiert die südliche Grenze des Landkreises.
Die Altmühl entspringt im Landkreis Ansbach (hier der Flusslauf bei Leutershausen).
Die Tauber durchfließt den westlichen Landkreis (hier beim Wildbad).
Das Dorf Obermögersheim markiert im Südosten die Grenze zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Nachbarkreise |
Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Fürth, Roth, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries (alle in Bayern) sowie an die Landkreise Ostalbkreis, Schwäbisch Hall und Main-Tauber-Kreis (alle in Baden-Württemberg).
Geschichte |
Landgerichte |
Das Gebiet des heutigen Landkreises Ansbach gehörte vor 1800 überwiegend zum Fürstentum Ansbach, den Reichsstädten Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl sowie kleineren Herrschaftsgebieten. 1802 kam das Gebiet zu Bayern und es entstanden die Landgerichtsbezirke Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Heilsbronn, Herrieden, Leutershausen, Rothenburg und Wassertrüdingen sowie das Herrschaftsgericht Schillingsfürst, aus dem 1840 das Landgericht Schillingsfürst hervorging. Alle Gerichtsbezirke gehörten ab 1808 zunächst zum Rezatkreis (Hauptstadt Ansbach) bzw. ab 1838 zu Mittelfranken. Die Städte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber waren 1809 kreisunmittelbare Städte geworden und unterstanden somit direkt der Kreisverwaltung.
Bezirksämter |
Das Bezirksamt Ansbach wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Ansbach und Leutershausen gebildet.[2] Ebenso wurden die Landgerichte Dinkelsbühl und Wassertrüdingen zum Bezirksamt Dinkelsbühl, die Landgerichte Feuchtwangen und Herrieden zum Bezirksamt Feuchtwangen sowie die Landgerichte Rothenburg und Schillingsfürst zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber zusammengefasst. Die Städte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber gehörten keinem Bezirksamt an.
Das Bezirksamt Heilsbronn, das im Jahr 1862 in Fortführung des Landgerichts älterer Ordnung Heilsbronn gebildet wurde, wurde am 1. Januar 1880 auf die Bezirksämter Ansbach, Gunzenhausen und Schwabach aufgeteilt.[3] Das Bezirksamt Ansbach trat Gemeinden an die Bezirksämter Rothenburg ob der Tauber und Uffenheim ab. Zudem erhielt das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Gemeinde Preuntsfelden des Bezirksamtes Uffenheim.
Landkreise |
Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[4] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg ob der Tauber.
Die Stadt Dinkelsbühl wurde am 1. April 1940 wieder dem Landkreis Dinkelsbühl zugeteilt, ebenso die Stadt Rothenburg ob der Tauber dem gleichnamigen Landkreis, doch wurde dies im Falle Rothenburgs am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht, während Dinkelsbühl die Kreisfreiheit nicht wiedererlangte.
Am 1. Oktober 1970 wurde die Stadt Ansbach um die Gemeinde Eyb des Landkreises vergrößert.
Am 1. Juli 1971 wurde der Landkreis Feuchtwangen um Gemeinden des Landkreises Dinkelsbühl vergrößert.
Landkreis Ansbach |
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 ein neuer und größerer Landkreis Ansbach gebildet aus
- dem alten Landkreis Ansbach bis auf die Gemeinden Bernhardswinden, Brodswinden, Elpersdorf bei Ansbach, Hennenbach, Neuses bei Ansbach und Schalkhausen, die in die Stadt Ansbach eingemeindet wurden.
- dem Landkreis Dinkelsbühl
- dem Landkreis Feuchtwangen bis auf die Gemeinde Claffheim, die in die Stadt Ansbach eingemeindet wurde
- dem Landkreis Rothenburg ob der Tauber bis auf die Gemeinden Ermetzhof und Steinach an der Ens, die zum Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim kamen
- der kreisfreien Stadt Rothenburg ob der Tauber
- den Gemeinden Biederbach, Gerbersdorf, Hirschlach, Ismannsdorf, Merkendorf, Mitteleschenbach, Reutern, Selgenstadt und Wolframs-Eschenbach des Landkreises Gunzenhausen
- den Gemeinden Dietenhofen und Neudorf des Landkreises Neustadt an der Aisch sowie
- den Gemeinden Hergersbach, Untereschenbach und Winkelhaid des Landkreises Schwabach.[5]
Am 1. Mai 1978 kam Bosacker im Zuge der Gebietsreform vom Landkreis Nördlingen hinzu.[6]
Der Landkreis Ansbach ist seitdem der flächengrößte Landkreis in Bayern. Rothenburg ob der Tauber erhielt aufgrund des Verlusts der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt. Ansbach blieb als kreisfreie Stadt erhalten und wurde Sitz des neuen Landkreises Ansbach. Am 1. Januar 1998 wurde auch Dinkelsbühl wegen seiner historischen Bedeutung bzw. aufgrund der Tatsache, dass es bis 1940 kreisfrei war, zur Großen Kreisstadt erhoben.
Einwohnerentwicklung |
Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Ansbach um fast 23.000 Einwohner bzw. um rund 14 %. Seit 2005 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 184.600 Einwohnern rückläufig.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.
Jahr | 1840 | 1900 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Einwohner | 111.153 | 116.024 | 117.077 | 168.909 | 149.022 | 155.809 | 157.632 | 168.373 | 178.265 | 183.207 | 183.755 | 179.925 | 181.314 |
Politik |
Landratsamt |
Das Landratsamt befindet sich in der Crailsheimstraße 1 in der kreisfreien Stadt Ansbach. Zudem gibt es weitere sechs Außenstellen im Kreisgebiet.
Landräte |
- 1972–1990: Georg Ehnes (CSU)
- 1990–2002: Hermann Schreiber (CSU)
- 2002–2012: Rudolf Schwemmbauer (CSU)
- 2012–0000: Jürgen Ludwig (CSU)
Zum Nachfolger von Rudolf Schwemmbauer als Landrat wurde am 25. März 2012 Jürgen Ludwig (CSU) mit 60,27 % der Stimmen gewählt. Die Wahl war nötig geworden, da Schwemmbauer aufgrund einer beginnenden Parkinsonerkrankung beim Kreistag um vorzeitige Entbindung vom Amt des Landrats zum 30. April 2012 gebeten hatte.[7] Zu stellvertretenden Landräten wurden auf der konstituierenden Sitzung Kurt Unger (SPD) und Stefan Horndasch (CSU) bestimmt.
Kreistag |
Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:[8][9]
Partei / Liste | 2002 | 2008 | 2014 |
---|---|---|---|
CSU | 36 | 32 | 29 |
SPD | 14 | 13 | 12 |
Freie Wähler | 10 | 11 | 13 |
Grüne | 4 | 7 | 9 |
ÖDP | 3 | 4 | 4 |
FDP | 3 | 3 | 3 |
Gesamt | 70 | 70 | 70 |
Bürgerschaftliches Engagement |
Das Lokale Bündnis für Familie läuft im Jahr 2008 noch als eines von bundesweit mehreren Modellprojekten. Es dient der Förderung der Familien und des bürgerschaftlichen Engagements in Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung, Bürgern, Bildungseinrichtungen und Vereinen.
Wappen und Flagge |
Aktuelles Wappen |
Blasonierung: „Unter gespaltenem Schildhaupt, darin vorne geviert von Silber und Schwarz, hinten in Rot drei silberne Spitzen, in Gold ein rot bewehrter schwarzer Doppeladler.“[10] Das Wappen wurde am 24. Juli 1979 durch Bescheid der Regierung von Mittelfranken genehmigt. | |
Wappenbegründung: Das Wappen nimmt Bezug auf drei frühere Regentschaften im Bereich des heutigen Landkreises Ansbach:
|
Historisches Wappen |
Blasonierung: „Unter Schwarz und Silber geviertem Schildhaupt in Grün ein schräglinker silberner Wellenbalken.“ | |
Flagge |
Am gleichen Tag wie das heutige Wappen genehmigte die Regierung von Mittelfranken auch die Flagge des Landkreises. Diese ist gleichmäßig längsgestreift von Weiß und Rot und mit dem Landkreiswappen belegt. | ||
Banner | Hissflagge |
Partnerschaften |
Der Landkreis Ansbach hat Partnerschaften mit dem Erzgebirgskreis (Sachsen) und seit 1997 mit Mudanya in der Türkei.
Wirtschaft |
Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Ansbach Platz 255 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“.[12]
Die Wirtschaftsstruktur im Landkreis Ansbach wird durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt. Als besonders wichtige Branchen lassen sich die kunststoffverarbeitende Industrie und Unternehmen der Informationstechnik nennen.
Der Playmobil-Hersteller geobra Brandstätter beschäftigt in Dietenhofen rund 600 Mitarbeiter. Die Kunststoffspritzerei ist eine der größten in Europa. Die Firma Pan-plast in Aurach fertigt Kunststoff-Formteile für die Branchen Elektrotechnik, Automobilbau und Medizintechnik. Mittelständische IT-Unternehmen ergänzen die sonst eher an der „old economy“ ausgerichtete Wirtschaftsstruktur im Landkreis Ansbach.
Kultur und Bildung |
Kultur |
Im Landkreis Ansbach gibt es viele verschiedene kulturelle Veranstaltungen: Von den vielen Kirchweihen im Jahresablauf bis hin zu den großen Konzertveranstaltungen wie das Taubertal-Festival in Rothenburg ob der Tauber. Mit der Kinderzeche in Dinkelsbühl gibt es im Landkreis überregional bekannte Historienfestspiele.
Bildung |
Der Landkreis betreibt viele Schulen in den einzelnen Gemeinden: Die Realschulen in Heilsbronn und Dinkelsbühl zum Beispiel.
In der vom Landkreis umschlossenen Stadt Ansbach gibt es mehrere Schulen, die rege von den Schülern aus dem Landkreis genutzt werden. In Weidenbach-Triesdorf sind die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf angesiedelt.
Baudenkmäler |
Jüdische Friedhöfe |
Im Landkreis Ansbach gibt es drei jüdische Friedhöfe: In Bechhofen, in Rothenburg ob der Tauber und in Schopfloch. Dabei ist der Friedhof in Bechhofen mit 2223 Grabsteinen der größte.
Steinkreuze |
Siehe hierzu: Liste der Steinkreuze im Landkreis Ansbach.
Gesundheit |
Im Klinikverbund ANregiomed sind die Kliniken in Rothenburg ob der Tauber, Feuchtwangen und Dinkelsbühl, nebst dem Klinikum in der kreisfreien Stadt Ansbach, zusammengeschlossen. Daneben gibt es noch die Clinic Neuendettelsau, die die Diakonie Neuendettelsau unterhält.
Verkehr |
Straßen |
Der Landkreis wird von zwei Bundesautobahnen durchquert, die A 6 von West nach Ost in der Mitte des Landkreises, die A 7 von Nord nach Süd am westlichen Rand des Landkreises. Beide Bundesautobahnen treffen sich am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim.
Neben den Bundesstraßen 13, 14 und 25 verlaufen kurze Teilstücke der B 466 östlich von Windsbach und der B 470 nordöstlich von Rothenburg ob der Tauber durch den Landkreis.
Kfz-Kennzeichen |
Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen AN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.
Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:
Gebiet | Buchstaben | Zahlen |
---|---|---|
Altkreis Ansbach | AA bis AZ | 100 bis 999 |
CA bis CZ | ||
JA bis JZ | ||
KA bis KY | ||
NA bis NZ | ||
RA bis RZ | ||
SC bis SZ | ||
Altkreis Dinkelsbühl | DA bis DZ | |
LA bis LZ | ||
Altkreis Feuchtwangen | EA bis EZ | |
PA bis PZ | ||
Altkreis Rothenburg ob der Tauber | HA bis HZ | |
MA bis MZ |
Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen DKB (Dinkelsbühl), FEU (Feuchtwangen) und ROT (Rothenburg ob der Tauber) erhältlich.
Bahnlinien |
In der Kreisstadt kreuzen sich zwei wichtige Eisenbahnlinien: Von Nord nach Süd führt die Strecke Würzburg – Treuchtlingen, deren erster Teil 1859 auf Kosten der Stadt Ansbach als Anschlussbahn erbaut wurde; diese stellte in Gunzenhausen einen Abzweig von der Staatsbahn Nürnberg – München her, die schon im Jahre 1849 bei Wassertrüdingen das Kreisgebiet berührt hatte.
Die Bayerischen Staatseisenbahnen setzten 1864 den Bau von Ansbach in Richtung Würzburg fort. 1875 nahmen sie die Ost-West-Linie Nürnberg – Ansbach – Crailsheim in Betrieb.
Die ländlichen Gegenden und zahlreiche Kleinstädte wurden bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges mit staatlichen Lokalbahnen versorgt: Schon 1876 führten Stichbahnen einerseits von Dombühl an der Ost-West-Strecke nach Feuchtwangen und andererseits von Nördlingen nach Dinkelsbühl, die ab 1881 miteinander verbunden wurden. 1905 nahm man die Lokalbahn von Dombühl über Schillingsfürst nach der Stadt Rothenburg o. T. in Betrieb, die allerdings bereits seit 1873 eine Verbindung nach Steinach an der Hauptstrecke Ansbach – Würzburg besaß.
Von der Hauptstrecke Nürnberg – Crailsheim zweigten ferner folgende Lokalbahnen ab:
1894 Wicklesgreuth – Neuendettelsau – Windsbach und 1903 Leutershausen-Wiedersbach – Herrieden – Bechhofen. 1914/15 erhielten einige Gemeinden östlich von Ansbach einen direkten Bahnanschluss durch die Bibertbahn vom Bahnhof Nürnberg-Stein nach Unternbibert-Rügland.
Damit war das Eisenbahnnetz auf 229 km Länge angewachsen. In den Jahren 1966 bis 1985 wurde der Personenverkehr auf 107 km eingestellt:
- 1966/68: Leutershausen-Wiedersbach – Herrieden – Bechhofen 23 km;
- 1971: Steinach bei Rothenburg o. T. – Schillingsfürst – Dombühl 26 km; Nürnberg-Stein – Unternbibert-Rügland 32 km;
- 1985: Gunzenhausen – Wassertrüdingen – Nördlingen 7 km; Dombühl – Feuchtwangen – Dinkelsbühl – Nördlingen 38 km
Seitdem werden nur noch das Kreuz der Hauptbahnen und zwei Nebenbahnen von 122 km mit Personenverkehr bedient. Allerdings stehen zusätzlich 45 km für Museumsbahnen zur Verfügung.
Es wird aber eine Reaktivierung der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl von den Lokalpolitikern angestrebt.[13]
Flugverkehr |
Nächster Verkehrsflughafen ist Nürnberg. Bei Ansbach gibt es den Flugplatz Ansbach-Petersdorf. Außerdem gibt es nahe Rothenburg ob der Tauber den Flugplatz Schweinsdorf und in Katterbach einen Militärflugplatz der US-Armee für Hubschrauber. Am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn befindet sich eine Luftrettungsstation der ADAC gGmbH mit dem Rettungshelikopter Christoph 65.[14]
Gemeinden |
(Einwohner am 31. Dezember 2017[15])
|
Unterer Wald (1,82 km², unbewohnt) |
|
Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/72 |
Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Ansbach 82 Gemeinden. Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben:
frühere Gemeinde | heutige Gemeinde | heutiger Landkreis |
---|---|---|
Aich | Neuendettelsau | Landkreis Ansbach |
Alberndorf | Sachsen bei Ansbach | Landkreis Ansbach |
Altendettelsau | Petersaurach | Landkreis Ansbach |
Auerbach | Colmberg | Landkreis Ansbach |
Bechhofen | Neuendettelsau | Landkreis Ansbach |
Bernhardswinden | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Bertholdsdorf | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Betzendorf | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Bonnhof | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Brodswinden | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Bruckberg | Bruckberg | Landkreis Ansbach |
Brunn | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Brünst | Lehrberg | Landkreis Ansbach |
Büchelberg | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Bürglein | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Colmberg | Colmberg | Landkreis Ansbach |
Elpersdorf bei Ansbach | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Elpersdorf bei Windsbach | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Erlbach | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Eyb | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Fischbach | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Flachslanden | Flachslanden | Landkreis Ansbach |
Forst | Weihenzell | Landkreis Ansbach |
Götteldorf | Dietenhofen | Landkreis Ansbach |
Gräfenbuch | Lehrberg | Landkreis Ansbach |
Großhaslach | Petersaurach | Landkreis Ansbach |
Grüb | Weihenzell | Landkreis Ansbach |
Haag | Neuendettelsau | Landkreis Ansbach |
Haasgang | Weihenzell | Landkreis Ansbach |
Heilsbronn | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Hennenbach | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Herpersdorf | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Heßbach | Lehrberg | Landkreis Ansbach |
Höfstetten | Ansbach | Landkreis Ansbach |
Immeldorf | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Jochsberg | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Kehlmünz | Dietenhofen | Landkreis Ansbach |
Ketteldorf | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Kettenhöfstetten | Flachslanden | Landkreis Ansbach |
Kleinhaslach | Dietenhofen | Landkreis Ansbach |
Lehrberg | Lehrberg | Landkreis Ansbach |
Leutershausen | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Lichtenau | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Malmersdorf | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Mitteldachstetten | Oberdachstetten | Landkreis Ansbach |
Mittelramstadt | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Moosbach | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Müncherlbach | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Neuendettelsau | Neuendettelsau | Landkreis Ansbach |
Neunkirchen | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Neuses | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Neustetten | Flachslanden | Landkreis Ansbach |
Oberdachstetten | Oberdachstetten | Landkreis Ansbach |
Obersulzbach | Lehrberg | Landkreis Ansbach |
Petersaurach | Petersaurach | Landkreis Ansbach |
Ratzenwinden | Sachsen bei Ansbach | Landkreis Ansbach |
Rauenbuch | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Retzendorf | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Rügland | Rügland | Landkreis Ansbach |
Sachsen | Sachsen bei Ansbach | Landkreis Ansbach |
Sauernheim | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Schalkhausen | Ansbach | Kreisfreie Stadt Ansbach |
Schlauersbach | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Seitendorf | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Sondernohe | Flachslanden | Landkreis Ansbach |
Suddersdorf | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Unternbibert | Rügland | Landkreis Ansbach |
Unterrottmannsdorf | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Veitsaurach | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Vestenberg | Petersaurach | Landkreis Ansbach |
Virnsberg | Flachslanden | Landkreis Ansbach |
Volkersdorf | Sachsen bei Ansbach | Landkreis Ansbach |
Wattenbach | Lichtenau | Landkreis Ansbach |
Weihenzell | Weihenzell | Landkreis Ansbach |
Weißenbronn | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Weiterndorf | Heilsbronn | Landkreis Ansbach |
Wernsbach bei Ansbach | Weihenzell | Landkreis Ansbach |
Wernsbach | Neuendettelsau | Landkreis Ansbach |
Wiedersbach | Leutershausen | Landkreis Ansbach |
Windsbach | Windsbach | Landkreis Ansbach |
Wollersdorf | Neuendettelsau | Landkreis Ansbach |
Zailach | Lehrberg | Landkreis Ansbach |
Schutzgebiete |
Im Landkreis Ansbach befinden sich 16 Naturschutzgebiete, zwei Landschaftsschutzgebiete, 24 Geotope und 18 ausgewiesene FFH-Gebiete (Stand August 2016). Im Landkreis liegt das Wiesmet, eines der größten und bedeutendsten Feuchtgebiete im süddeutschen Raum.
Siehe auch:
- Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Ansbach
- Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Ansbach
- Liste der FFH-Gebiete im Landkreis Ansbach
- Liste der Geotope im Landkreis Ansbach
Literatur |
- Landkreis Ansbach, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (Hrsg.): Unser Landkreis Ansbach. Geschichte, Kultur, Landschaft, Bevölkerung, Wirtschaftsstruktur, Verwaltung und Finanzen, Kommunale Einrichtungen und Aufgaben (= Unser Landkreis. Band 137). Nord-Süd-Werbung, München 1980.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Michael Laßleben, Kallmünz 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, DNB 450093387.
Siehe auch |
Portal: Westmittelfranken – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Westmittelfranken
Weblinks |
Commons: Landkreis Ansbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Literatur von und über Landkreis Ansbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zum Wappen des Landkreises Ansbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Landkreis Ansbach: Amtliche Statistik des LfStat
Einzelnachweise |
↑ Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 420.
↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 480.
↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
↑ Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971
↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707.
↑ @1@2Vorlage:Toter Link/www.altmuehlfranken-live.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Landrat Rudolf Schwemmbauer bittet Kreistag um Amtsentbindung) auf altmühlfranken-live.de.
↑ Eintrag zum Wappen des Landkreises Ansbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 4. September 2017.
↑ Claus Broser: Wappen im Landkreis Ansbach. Hercynia Verlag, Ansbach 1990, ISBN 3-925063-23-4.
↑ Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
↑ Bayerisches Wirtschaftsministerium:Fortschritte bei Reaktivierung der Bahnlinie Dombühl-Dinkelsbühl / Freistaat gibt Bestellgarantie ab (Memento vom 9. November 2013 im Internet Archive), 9. April 2013.
↑ "Christoph 65" startet in Dinkelsbühl (Memento vom 25. September 2015 im Internet Archive), br.de
↑ Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
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