Schukow (Stadt)









Stadt

Schukow
Жуков




Wappen

Wappen














































































Föderationskreis

Zentralrussland

Oblast

Kaluga

Rajon

Schukow


Bürgermeister
Sergei Soloduchin
Gegründet
Anfang des 17. Jh.
Frühere Namen
Ugodski Sawod (bis 1974)
Schukowo (bis 1996)
Stadt seit
1996

Fläche
5 km²
Bevölkerung
12.131 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte
2426 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums

135 m

Zeitzone

UTC+3

Telefonvorwahl
+7 (48432)

Postleitzahl
249190

Kfz-Kennzeichen
40

OKATO
29 213 501

Website

www.my-zhukov.ru
Geographische Lage

Koordinaten

55° 2′ N, 36° 44′ O55.02536.725135Koordinaten: 55° 1′ 30″ N, 36° 43′ 30″ O





Schukow (Stadt) (Europäisches Russland)


Red pog.svg



Lage im Westteil Russlands




Schukow (Stadt) (Oblast Kaluga)


Red pog.svg



Lage in der Oblast Kaluga

Liste der Städte in Russland

Schukow (russisch Жуков) ist eine Stadt in der Oblast Kaluga (Russland) mit 12.131 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geografie


  • 2 Geschichte


    • 2.1 Bevölkerungsentwicklung




  • 3 Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • 4 Wirtschaft und Infrastruktur


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Geografie |


Die Stadt liegt etwa 90 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Kaluga am linken Ufer der Protwa, einem linken Nebenfluss der in die Wolga mündenden Oka.


Schukow ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.



Geschichte |




Gedenkstein zur Stadtgründung


Der Ort wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts gegründet. Seit 1656 nannte er sich im Zusammenhang mit der Eröffnung eines Eisenwerkes wie dieses Ugodski Sawod.


Nach der Schließung des Werkes 1780 wurde das Dorf zu einem Handelszentrum des Kreises (Ujesds) Malojaroslawez. Im 19. Jahrhundert verlor der Ort seine regionale wirtschaftliche Bedeutung allmählich; Hauptbeschäftigung der Bevölkerung war nun das Handwerk (z. B. Tischlerei und Juwelierhandwerk). Noch an der Wende zum 20. Jahrhundert war das Dorf jedoch Kulturzentrum des Gebietes; so gab es einen Chor, eine Theater, eine Bibliothek, eine Mädchensonntagsschule und den einzigen Buchladen des Kreises.


1974 wurde das Dorf zu Ehren des Marschalls Georgi Schukow (1896–1974) in Schukowo umbenannt. Einige Kilometer südwestlich war ab 1957 im Zusammenhang mit dem Bau einer Maschinenfabrik die Arbeitersiedlung Protwa entstanden, die in den 1960er-Jahren den Status einer Siedlung städtischen Typs erhielt. Knapp südlich dieses Orts liegt Schukows Geburtsort Strelkowka. Protwa und das Dorf Schukowo wurden 1996 vereinigt und erhielten unter der heutigen Namensform das Stadtrecht. Das Stadtwappen zeigt seither das Heiligen Georg, entsprechend Schukows Vornamen.



Bevölkerungsentwicklung |






































Jahr
Einwohner
Bemerkung
1959 2.226 Ugodski Sawod
1970 6.471 Protwa 3.579, Ugodski Sawod 2.892
1979 8.870 Protwa 5.729, Schukowo 3.141
1989 10.380 Protwa 7.492, Schukowo 2.888
2002 12.306  
2010 12.131  

Anmerkung: Volkszählungsdaten



Kultur und Sehenswürdigkeiten |




Schukow-Museum


In Schukow befindet sich das monumentale Staatliche G.-K.-Schukow-Museum, welches bereits zu Lebzeiten des Marschalls 1960 gegründet wurde – einer Zeit, in welcher er offiziell in „Ungnade“ gefallen war. Das heutige Gebäude wurde nach dem Tode des Marschalls errichtet, wie auch ein ihm gewidmeter Architektur-und-Skulptur-Komplex in seinem nahen Geburtsort Strelkowka.


Im Dorf Tarutino des Rajons Schukow, wo sich im Vaterländischen Krieg von 1812 zeitweise das Hauptquartier des russischen Oberbefehlshabers Michail Kutusow befand, gibt es ein Museum sowie ein Denkmal von 1834.


In Troizkoje liegen der Landsitz der Fürstin Jekaterina Daschkowa (geb. Gräfin Woronzowa; 1743–1810; Vertraute Katharinas II. und Protagonistin der Aufklärung in Russland) aus dem 18. Jahrhundert sowie ihr Grab. In Spas-Prognanje befinden sich ein Museum und das Grab des Mathematikers Pafnuti Tschebyschow (1821–1894).



Wirtschaft und Infrastruktur |


In Schukow gibt es Betriebe der Textilindustrie (Technotex), der Holzwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie (Möbel) sowie der Lebensmittelindustrie.


Die Stadt liegt nächstgelegenen Eisenbahnstation befindet sich im etwa zehn Kilometer westlich gelegenen Obninsk an der 1899 eröffneten Eisenbahnstrecke Moskau–Brjansk–Kiew (Streckenkilometer 106; Stationsname Obninskoje).


Nahe Obninsk führen auch die Fernstraßen M3 Moskau–Brjansk–ukrainische Grenze (dort weiter nach Kiew) und A101 Moskau–Roslawl–weißrussische Grenze westlich an Schukow vorbei.



Weblinks |



 Commons: Schukow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



  • Webseite der Stadtverwaltung (russisch)


  • Schukow auf mojgorod.ru (russisch)



Einzelnachweise |




  1. ab Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)


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